Das Ashtanga Ritual – Gedicht von Frieder

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Das Ashtanga Ritual

 

Die Praxis erfüllt mich, füllt mich aus,
ich fühle mich selbstgenügsam,
selbst-befriedigt, selbst-bewusst,
Ich berühre mich selbst,
fühle meinen Herzschlag.

Die Praxis ist geil,
lebendig,
anstrengend,
herausfordernd.

Ich lerne mich zu achten,
feinfühlig auf meinen Körper zu hören,
für ihn zu sorgen.
Es ist eine heilige Zeit,
zwei Stunden mit mir sein,
nicht reden brauchen,
nicht nachdenken,
ich lasse los,
ich vertraue.

Meine Sinne fokussieren sich nach innen,
Ich spüre mich
physisch von Kopf bis Fuß,
psychisch ganz.
Strecken, dehnen, hart schwitzen,
wohltuender Schmerz,
an meine Grenzen gehen.
Lebendigkeit.

Die Praxis schafft einen Raum,
in dem Ich sein kann,
mich mit mir verbinden kann,
meine Widersprüche spüre,
mich mit ihnen ganz fühle,
mit mir konfrontiert bin.
Jeder Atemzug –
eine Möglichkeit
zu mir zurückzukehren.

Jeden Abend liege im Bett
und freue mich auf die Yoga Praxis
wie ein Kind am Abend vor Weihnachten,
Manchmal liege ich auch im Bett und habe keine Lust aufzustehen
Ich stehe trotzdem auf und ich habe es noch kein Mal bereut.
Einmal die Woche freue ich mich auszuschlafen.

Durch die Praxis fühle ich mich ganz.
Ich habe weniger das Bedürfniss nach Kompensation
durch Sex und Schokostreusel.

Durch die Praxis verinnerliche
ich Qualitäten der Praxis.
Sie werden Teil von mir.
Ich spüre Dankbarkeit.
Ich fühle mich ganz.

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